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Fremdsprachen

Im muttersprachlichen Unterricht — Englisch, Russisch und Französisch — lernen die Kinder die eigene kulturelle Verankerung kennen und mehr und mehr zu reflektieren.

Englisch, Russisch und Französisch

Ganz neu können sie sich im Umgang mit der Welt und mit sich selbst erleben, wenn sie in das Kleid einer fremden Sprache schlüpfen. Schon in den ersten Schuljahren erfahren sie über Lieder, Gedichte, Bilder und kleine Szenen aus dem Alltag etwas von ihren europäischen Nachbarn.

Der zunächst spielerisch nachahmende Umgang mit dem Englischen und dem Russischen weckt ein Gefühl für diese beiden so verschiedenen Sprachen.

Er schafft zudem die Basis, auf der in der Mittelstufe Regeln und Strukturen erarbeitet und das Wortfeld erweitert werden können, so dass die Schüler in der Oberstufe – ab Klasse 11 werden sie in Leistungsgruppen unterrichtet – zu einer angemessenen sprachlichen Kompetenz gelangen.

Selbstverständlich Englisch – weshalb daneben Russisch?

Selbstverständlich Englisch – weshalb daneben Russisch? – Ein Russischlehrer dazu:

“Für Europa wird es von entscheidender Bedeutung sein, wie sich die Beziehungen zwischen West und Ost, mithin die zwischen Deutschland und Russland entwickeln werden.

In diesem Zusammenhang setzt sich der Russischunterricht zum Ziel, zu einem besseren Verständnis beizutragen.

Verständnis bedeutet, dass man sich in den anderen hineinversetzen, die Dinge von seinem Standpunkt, aus seiner Sicht anschauen und in Worte fassen kann.

Eine gemeinsame Sprache finden drückt das Ziel jeder Verständigung aus.”

Hinzu kommt, dass die russische Sprache einen reichen, differenzierten Klang- und Lautkosmos bietet und in ihrer Struktur eine für den Westeuropäer ungewohnte Sicht der Dinge anregt.

Dazu nur ein kleines Beispiel: Das Hilfsverb «haben» im Sinne von «besitzen» wird bei uns häufig und auch ohne konkreten Gehalt benutzt. Im Russischen wird es viel treffender umschrieben. Es heißt nicht: «Ich habe Zeit», sondern: «Bei mir ist Zeit» – eine Wendung, die Freude am Sprechen und am Denken wecken kann…

Mit dem Englischen lernen die Schüler eine Sprache, die ihnen und ihrem kulturellen Umfeld ohnehin schon recht nahe steht – mit dem Russischen betreten sie Neuland. Diese Chance will die Schule jedem gewähren.

Zur Website eines unserer Russischlehrer, Bernd Knabe

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