Der Gartenbauunterricht

In den Klassenstufen 6, 7 und 8 findet bei uns Gartenbauunterricht statt. Der Unterricht wird in Epochen (zweimal im Jahr sechs Wochen mit je zwei Doppelstunden) gegeben und wechselt mit Werken und Handarbeit. Im Laufe der Jahre erlebt jeder Schüler jede Jahreszeit und ist mit ihren Besonderheiten konfrontiert.

 

Idee

Die Schüler verlassen das große Schulhaus und kommen zum Gartenhaus/zum Garten. – Ein „Garten“ im weiteren Sinn ist ein Ort, in dem ich mich von der äußeren Welt begrenze ohne mich abzugrenzen, mit dem ich mich persönlich verbinde, in dem ich arbeite, pflege, beobachte, erlebe und genieße. Indem der Schüler die Natur äußerlich in Pflege nimmt, nimmt er auch seine inneren wilden Kräfte in Pflege – so ist der Gartenbauunterricht für den Jugendlichen eine einmalige Möglichkeit sich zu erden.

 

Durchführung

Jede Klasse kultiviert ein eigenes Gemüse-­, Salat-­ und Blumenbeet. Im Frühling ziehen wir die Jungpflanzen im Gewächshaus an. In den Klassenbeeten werden Wege angelegt und die Beete eingesät, bepflanzt und gepflegt. Die Ernte wird in der Regel direkt zubereitet und verzehrt, eingelagert, eingekocht oder getrocknet. Pflanzenreste kompostieren wir, so werden biologische Verwandlungsprozesse erlebbar. Mit dem Ausbringen der reifen Komposterde arbeiten wir am Humusaufbau also an der Zukunft. In guten Apfeljahren keltern wir mehrfach. Im Winter pflegen und reparieren wir die Arbeitsgeräte, binden Kränze, ziehen Kerzen, sägen Brennholz und vieles mehr. Inzwischen ist auch ein kleiner gepflasterter Platz mit Feuerstelle entstanden, sodass wir im Herbst über dem offenen Feuer z.B. eine Suppe kochen können.